CYB-ERLÖSUNG  
  Das Internet als theologische und religionspädagogische  
  Herausforderung[1]  
 
Gerd Buschmann*(08.08.2002)
 
     
  Hier soll es nicht um die praktische Nutzung des Internet für Theologen und Religionspädagogen gehen, etwa um die Vorstellung wichtiger Websites; dazu sind in den vergangenen Jahren mehrere Anleitungen in Buchform erschienen [2], hilfreicher aber noch erweisen sich die viel aktuelleren link-Listen auf guten WWW-Adressen.[3] Ich bemühe mich vielmehr um eine grundsätzliche theologische und religionspädagogische Einschätzung des Internet: wie steht es um die Cyb-Erlösung?  
   
  1. Kirchliche, theologische und religionspädagogische Herausforderungen durch das Internet  
  Grundthese: "Das Internet ist Ort und Gegenstand christlicher Theologie."[4]  
  Das Internet nötigt die Kirchen nicht nur zu neuen Formen der Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch zu veränderter Kommunikation des Evangeliums in neuen virtuellen, interaktiven Sozialformen. Das Internet könnte die religiöse Zukunftsbranche werden. Neben Glaubensinformation tritt dabei besonders die Internetseelsorge [5] ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hier begegnen alternative Transzendenzerfahrungen durch Cyber-kulturelle Kompetenzen als Zusammenspiel verschiedener Internet-Medien im ekklesiologischen Novum einer Cyber-Church [6]. Religion wird in den Neuen Medien neu öffentlich.  
  Das Internet suggeriert der Theologie die Erfüllung religiöser Utopien im Sinne von Cyb-Erlösung: die Erlösung vom Körper, die Erlösung von Sterblichkeit und die Erlösung von Grenzen schlechthin. Die virtual reality erscheint der himmlischen Welt verwandt. Das Internet zwingt die Theologie zur Auseinandersetzung mit dem Konstruktionscharakter von Wirklichkeitswahrnehmungen; es relativiert nachhaltig die Annahme einer objektiv gegebenen, für alle gleichen Wirklichkeit. Die Differenzierung von Sein und Schein löst sich in den Rezeptionsprozess hin auf. Religion wird medialisiert. Religion wird zur "Kultur der Symbolisierung letztinstanzlicher Sinnhorizonte alltagsweltlicher Lebensorientierung" (Wilhelm Gräb).  
  Das Internet als Lehr- und Lernmedium fordert die Religionspädagogik heraus zu Informations- und Präsentationskompetenz, zu Interaktivität und Kooperationsfähigkeit, zu Phantasie und Virtualität, zu ständiger Aktualisierung und nicht zuletzt zu Medienkompetenz. Das Internet fordert die Religionspädagogik heraus zu neuer Wahrnehmungskompetenz und zu ästhetischer Bildung. Die Inszenierung ist wichtig, die Opposition von fact und fiction obsolet geworden.  
  Das Internet fordert schließlich den Protestantismus heraus zur kritischen Neubestimmung seines Verhältnisses zu Wort und Bild und zu Buch und Text: "Schlechte Zeiten für den Solo-verbo-Protestantismus."[7] Zu jeder Zeit galt es, das Kerygma als Botschaft verstehbar zu vermitteln; Theologie war und ist immer Mediologie. Das Christentum hat sich von jeher zu inkulturieren gewusst, die Kirchen haben schon immer neuentwickelte Kommunikationsformen genutzt (Buchdruck in der Reformation, Zeitungen im Kulturkampf, kirchliche Redaktionen in Rundfunk und Fernsehen heute) und sie werden auch vor der virtuellen Netzkultur nicht zurückschrecken. Keine Scheu vor den Medien!  
   
  2. Strukturverwandtschaft und Analogie zwischen Religion und Internet-Kommunikation  
  Das Internet macht der Religion Konkurrenz, nicht durch das Vorkommen von Religion im Internet, sondern durch den Charakter des Mediums selbst.[8] Das Internet ähnelt der Gnosis: Materie und Leiblichkeit werden zurückgelassen. Das Internet ist prophetisch und apokalyptisch: es bietet sich für Szenarien des Untergangs ebenso an wie für neue Hoffnungen auf Heil. (Die kulturkritische und -pessimistische Position findet sich exemplarisch bei Clifford Stoll [9], die euphorische Sichtweise des Computers als messianischer Maschine bei Vilém Flusser [10]). Der Gottwerdung des Cyber-Menschen werden die Gefahren totalitärer Kontrolle und sozialer Verarmung gegenüber gestellt. Computervermittelter Kommunikation wird vorgeworfen, sie führe zu einem Verlust an Sozialkontakten (Fluchtverhalten, Passivierung, Isolation), was empirisch nicht belegbar ist [11]. Empirische Daten weisen Vermutungen über Isolation und Einsamkeit von Netznutzern zurück; computervermittelte und face-to-face-Kommunikation bilden kein Entweder-Oder, sondern ergänzen einander. Netzbeziehungen zerstören nicht die persönlich-direkten Kontakte, sondern ergänzen sie und schaffen neue.  
   
  2.1 Analogien  
  2.1.1 Raum  
  Der Raum des Cyberspace ist ein virtueller Raum, ein Möglichkeitsraum, ständig veränderbar, technisch konstruierbar, grenzenlos, nicht lokalisierbar, körperlos: ein Utopos. Hier regiert der Geist über die Materie. "Die entkörperte Welt des Cyberspace erscheint als Ausweg aus der Vergänglichkeit und Endlichkeit des Physischen."[12] Das erinnert an gnostische Erlösungsvorstellungen; aus dem Kerker des Körpers muß die Seele befreit werden. Der alte Dualismus von Fleisch und Geist wird auf digitale Weise beantwortet: Cyb-Erlösung - Erlösung durch Kommunikationstechnologie, Erlösung von Körper und Materie, Erlösung von räumlichen und zeitlichen Begrenzungen, Erlösung von der Begrenzung auf die eigene Identität. Cyb-Erlösung - die Gottwerdung des Menschen. "Telekommunikation muss das Umgreifende nachspielen. In einer elektronischen Medienhaut will sich der Menschheitskörper eine neue Immunverfassung schaffen."[13] "Der Cyberspace ersetzt, so kann man im Sinne Sloterdijks interpretieren, die Himmelsschale, er schließt das von der Aufklärung abgedeckte Dach der Welt und dichtet uns gegen kosmische Kälte und ewige Einsamkeit ab. Die digitale Sphäre ist also religiös multifunktional: Sie verspricht Erlösung aus dem Gefängnis des Körpers und umhüllt uns mit einer schützenden Haut ... ."[14]  
  Das Internet setzt mit seiner Ortsunabhängigkeit, seiner Schnelligkeit und seiner Interaktivität außerdem den universalen Urbanisierungsprozess fort, ein "global village" (McLuhan), eine einzige virtuelle Stadt. "Die Probleme entgrenzter Verstädterung - Unüberschaubarkeit, ubiquitäre Anonymität, Entpolitisierung und soziale Indifferenz - werden durch das Internet als virtuelle Megalopolis verschärft."[15]  
   
  2.1.2 Identität  
  Im Cyberspace entsteht der neue Mensch, der sich jederzeit eine neue Identität zulegen kann. Der Mensch cyb-erlöst sich von seiner fixierten Identität, er kann sich in viele neue Kreaturen verwandeln, er kann sich selbst schaffen, mutiert vom Geschöpf zum Schöpfer multipler Identitäten in den identity workshops der MUDS (Multi-User-Dungeons/Verliese), der user inszeniert sich selbst und hat dabei vielfältige Selbstgestaltungsoptionen. Gefährdet erscheint dabei das für Kommunikationsprozesse grundlegende soziale Vertrauen. Das Netz erlaubt permanent in neue Rollen zu schlüpfen: ich bin nicht eine Person, ich bin viele. Zugleich mit dem Abschied von der Linearität der Schrift durch den Hypertext endet die Illusion linear sich entwickelnder Identitäten. Der multiple Cyberspace beendet homogene Selbstkonzepte. Der Netz-User kann seine Welt, seine Existenz und seine Identität selbst komponieren; es kommt zum virtuellen Transvestismus und zur Multiphrenie: "das multiphrene Ich fürchtet ständig etwas zu verpassen und zu versäumen. ... Dieser Zwang überall dabei sein zu müssen, findet im Netz eine nahezu ideale Erfüllung."[16] Ständiger Identitätswechsel senkt gleichzeitig die Schwelle für Verletzendes: ein Mausklick ersetzt die Entschuldigung. Zugleich gilt: "Fast food auf der einen verlangt Schwarzbrot auf der anderen Seite ... Ein immerwährendes Leben unter einer vorbehaltlichen Unverbindlichkeit zieht für den Einzelnen nahezu unweigerlich den Wunsch nach sich, bestimmte unverbrüchliche Sicherheiten zu besitzen."[17]  
   
  2.1.3 Interaktivität und Kommunikation  
  "Eines der wichtigsten Merkmale der Computernetze im Unterschied zu den klassischen Massenmedien ist ihre (...) multidirektionale Interaktivität. Der Cyberspace ist ein Raum, in den viele zu gleicher Zeit eintreten können ... ."[18] Das Internet ist ein offener Raum; die Text-Bild-Ton-Integration und die Mensch-Medien-Interaktivität lassen, anders als Fernsehen und Rundfunk, Sender und Nutzer in ein wechselseitiges Verhältnis treten; der Betrachter wird zum Benutzer, jeder Empfänger ist potentiell Sender, wir gelangen vom Anschauen zum Anwenden. Kommunikation mit dem Medium Internet ist grundsätzlich interaktiv, nicht rezeptiv. Viele können gleichzeitig im selben Raum sein, einer kann gleichzeitig in vielen Räumen sein. Das erinnert an die Ubiquität, die Allgegenwart Gottes. In der Kombination aus Nähe, Distanz und anonymer Interaktion ermöglicht das Netz eine enthemmte Kommunikation der Seelen, - vielleicht bald auch der Körper, wenn das Netz demnächst sinnliche Berührung ermöglicht. Diese enthemmte und anonyme Kommunikation könnte gerade auch in seelsorgerlicher Perspektive interessant sein (vgl. Telefonseelsorge).  
  Interaktivität setzt außerdem in Form unzähliger Institutionen und Experten enorme Wissensressourcen frei, so dass die Partizipation am Internet fast so etwas wie die Teilhabe an der Allwissenheit Gottes verheißt. Das Internet als technische Form Gottes entwickelt Eigenschaften, die man gemeinhin Gott zuschreibt: Allwissenheit, Allmacht, Unendlichkeit, Ewigkeit und Ubiquität.  
  So wird die (christliche) Religion in viererlei Hinsicht durch das Internet herausgefordert:  
   
a 2.2 Herausforderungen  
  2.2.1 Infragestellung des Körpers  
  Die christliche Religion hat in die Debatte über die Infragestellung des Körpers entscheidende Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen. Gegen die gnostisierenden Cyberspace-Euphoriker kann und soll der christliche Glaube sein "qualifiziertes Bewußtsein von der Bedeutung des Körpers und der Erfahrung der Endlichkeit und des Leidens"[19] einbringen. Die Betonung leiblicher Auferstehung (1. Kor. 15) und die "Erdung" und Veralltäglichung der Charismen in der Auseinandersetzung des Paulus mit den gnostisierenden Charismatikern in Korinth (1. Kor. 12-14) gehören in diesen Zusammenhang ebenso wie die Fleischwerdung im Johannesevangelium (Joh 1,14), die Inkarnation, die Kreuzestheologie und die Leib-Seele-Einheit der hebräischen Bibel gegenüber hellenistischen Vorstellungen. Jedem einseitigen Doketismus ist aus theologischer und anthropologischer Perspektive zu wehren: Ostern gibt es nicht ohne Karfreitag, Auferstehung nicht ohne Passion und virtual reality nur in Bezug zum real life. "Darum ist die Kategorie des körperlichen Schmerzes die Basiskategorie einer humanen Anthropologie."[20] Scheinleibigkeit, Schein-Erlösung und Cyb-Erlösung sind nur unter Verlust des Humanum vollziehbar. Das neo-gnostische Ersehnen nicht geschlechtlicher Fortpflanzung und das Versprechen ewigen künstlichen Lebens bedürfen des christlich-prophetischen Protests. Christliche Anthropologie forciert nicht die Perfektionierung des Menschen, sondern die Annahme von Partikularität, Kontingenz und Fehlbarkeit. Das Körperliche und primäre Erfahrungen bleiben in christlicher Perspektive neben den Sekundär-Erfahrungen des Cyberspace konstitutiv. Im Cyberspace treten Zeit, Raum und Körper in unserer Empfindung zurück; diese Erfahrung macht jeder, der eine Zeitlang im Internet surft.  
   
  2.2.2 Sein und Schein - Realität und Virtualität  
  Unser Alltag wird zunehmend unwirklich: wir kommunizieren virtuell, wir kaufen virtuell ein ... Die neuen Medien problematisieren in erkenntnistheoretischer Hinsicht den traditionellen Unterschied von Wirklichkeit und Traum, von Sein und Schein, von Bild und Abbild, von Wirklichkeit und Virtualität. Der Science-Fiction-Thriller "Matrix"[21] (von den Wachowski Brothers, USA 1999) thematisiert in Anlehnung an Platos Höhlengleichnis genau diese Fragestellung: was ist, wenn alles, was wir erleben, eben nur ein Traum ist, wenn unsere ganze sog. Wirklichkeit nur konstruiert ist? "Matrix" inszeniert eindrucksvoll, dass die zunehmende Nutzung neuer Medien unser Wirklichkeitsverständnis zu modifizieren beginnt. Die Medien inszenieren und schaffen neue Wirklichkeiten. Das bisherige Verhältnis von Sein und Schein, von Form und Inhalt hat sich durch die neuen Medien verkehrt, - the medium is the message (M. McLuhan). Alles ist Bühne, alles geschieht coram camera. "Virtualität sprengt die Kategorien der klassischen Ontologie, die vom Primat des Wirklichen ausgehen ... Über die bisherigen Leitkriterien Identität, Kohärenz, Linearität siegen Prozessualität, Anschlussfähigkeit und Transformierbarkeit. Für Konstruktivisten wird an der Virtualität des Internet deutlich, dass es nicht die Realität gibt, sondern lediglich ´Weisen der Wirklichkeitserzeugung` (Goodman). Wirklich ist, was wirkt ..."[22] : virtual reality. Virtualität betrifft also das Verhältnis eines Zeichens zur Realität. "Es ist dann ´virtuell`, wenn es nicht mehr auf eine Sache verweist, sondern nur noch auf sich selbst oder auf andere Texte ..."[23] , z.B. ist virtuell ein Fernsehbild von John Wayne, der in Wahrheit längst gestorben ist, und Barbie ist virtuell, weil die Puppe im Grunde ihr eigenes Frauenbild erschafft, das aus sich selbst existiert. "Doch was als künstlich und natürlich empfunden wird, ist stark vom Standpunkt abhängig: Ein urbanes Kind empfindet vielleicht Playmobil viel ´natürlicher` als ein Holzpferd ... Oder: Ist die anthroposophische Erziehung - etwa die Eurythmie - besonders ´natürlich` oder besonders ´künstlich`?"[24] Alltag bzw. Realität einerseits und virtuelle Welten andererseits sind mithin nicht trennscharf voneinander zu unterscheiden. Wir sind durch die neuen Medien mehr denn je verunsichert, was nun Spiel und was Realität ist: virtual reality. Wer bietet in der totalen Mediengesellschaft in der Verwirrung von Schein und Sein die Erlösung, die Cyb-Erlösung? Im Film "Matrix" nötigt die Erlösungsbedürftigkeit von Welt und Mensch zum Einsatz der Erlöserfigur "Neo", - aber ist diese Cyb-Erlösung real oder nur virtuell?  
  Medienkritiker bemängeln die Flucht aus der Realität und den Verlust des Objekts zugunsten des virtuellen Scheins. Medieneuphoriker sehen in der Virtualität neue Beziehungs- und Handlungsmöglichkeiten des Menschen, der zum Cyb-Org (Cyber-Organismus/Maschinenmensch) mutiert.  
   
  2.2.3 Medialisierung von Religion - Kommunikation statt Ontologie  
  Das Internet ist nur ein Aspekt einer viel umfassenderen Medialisierung der Gesamtgesellschaft. Medienerfahrungen prägen nicht nur entscheidend unsere Identitätsbildung (Medienkindheit / Mediensozialisation), sondern auch unsere Wertorientierungen, Rollenbilder und auch unsere religiösen Vorstellungswelten. "Eine Religionspädagogik, die Gegenwartserfahrungen und traditionelle Religionskultur miteinander ins Gespräch bringen will, muss sich deshalb auch auf Medienerfahrungen beziehen und mit Medien arbeiten.[25]" Die neuen Kommunikationstechnologien zeigen dabei erkenntnistheoretisch eindrücklich auf, wie sehr die Entstehung von Weltsichten konstruiert ist. "Weltsichten sind kulturelle Artefakte"[26] - das zeigen Internet und Konstruktivismus gleichermaßen. Was bedeutet das für die Religion? 1) Religion muß in ihren medialisierten Formen stärker als bisher von Theologie und Religionspädagogik wahrgenommen werden. 2) Religion (und Religionspädagogik) muß sich stärker medial vermitteln und z.B. neue Sozial- und Kommunikationsformen im Cyberspace nutzen. 3) Religionspädagogik muß sich stärker an dynamisch-kommunikativen Kategorien orientieren als an statisch-identitätsstiftenden. Es geht um eine "Didaktik der religiösen Kommunikation"[27] und mithin um die Ermutigung der Subjekte zur Kommunikation über Religion. Wenn Wirklichkeit wesentlich konstruiert ist, dann folgt daraus eine Verlagerung vom Objektiven zum Subjektiven und vom Ontologischen zum Dynamischen. Ziel der Religionspädagogik wäre es, mit Hilfe der Medien die Subjekte zu befähigen, einerseits religiös und andererseits über Religion miteinander zu kommunizieren. "In jedem Fall stellt das Netz ... eine kommunikative Ermutigung der Subjekte gegenüber Institutionen dar"[28], weil es in dezentralen Strukturen Hierarchien mindert, Zensur verunmöglicht, Innovation eröffnet, Anonymität gewährt und Erfahrungen transparent macht. "Auf die ontologische Ausrichtung der Theologie kann/muss eine kommunikationstheoretische Begründung folgen."[29] Theologie und Religionspädagogik müssen sich der Virtualität und dem Schein stellen; das gelingt nur, wenn sie ästhetisch werden und sich der Form stellen. Die Form ist nicht nur Äußeres, sondern "the message". Kommunikationsmedium und Kommunikationsinhalt sind also bei der Erschließung von Wirklichkeit nicht zu trennen. Kommunikation wird mithin neben Virtualität zum Schlüsselwort: "Mensch- und Personwerdung ist ohne Kommunikation nicht denkbar ... Kommunikation ... ist der Beginn von Gemeinschaft ... Gelungene Kommunikation lässt die Liebe und damit vielleicht sogar Transzendenz aufscheinen ... Kommunikation ist die Substanz des Lebens."[30] Der Mensch ist auf Kommunikation angewiesen, neben die direkt personale tritt zunehmend die mediale Kommunikation. Alles zwischenmenschliche Verhalten hat Mitteilungscharakter, die Verbalsprache ist dabei zwar das vorherrschende, nicht aber das einzige Medium. Und neben den inhaltlichen Informationen senden und empfangen wir stets auch Beziehungsdefinitionen und Sender und Empfänger erst konstruieren Sinn aus diesen Teilelementen, so dass es in der Kommunikation keine Wahrheiten an sich gibt, sondern nur Wahrheiten für konkrete Adressaten und aus der Perspektive des aktiven Rezipienten.  
  Ästhetik als Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit tritt damit neben der Kommunikation ins Blickfeld zeitgenössischer Theologie und Religionspädagogik. Ästhetik meint kein Schönheitsideal, sondern "die Art und Weise, wie wir die Vielfalt des sinnlich Wahrnehmbaren in unsere Lebensgestaltung aktiv integrieren."[31]  
  Medialisierung von Religion bedeutet auch, dass Religion Anteil haben wird an dem durch das Internet gespiegelten und geförderten Kultur- und Medienwandel; das neue Leitmedium ist nicht mehr das Gedruckte, der Text, das Buch, sondern die vernetzte Informations- und Kommunikationstechnik. "Daß das Internet von Geisteswissenschaftlern, wenn überhaupt, dann überwiegend dazu genutzt wird, Gedrucktes aufzufinden und zu lesen, ist eine Übergangserscheinung."[32]  
   
  2.2.4 Medienkompetenz und Medienpädagogik  
  Kirche, Theologie und Religionspädagogik dürfen sich aus den Medienwelten nicht ausklinken, nicht nur, weil der Protestantismus sich immer mit den neuesten Medien verbunden hat, sondern auch, weil es gilt, eine mediale Klassengesellschaft und eine drohende Wissenskluft in der Gesellschaft abzuwehren. "Im Übergang zum 21. Jahrhundert droht eine neue Ungleichheit die künftige Informationsgesellschaft zu spalten. Die Kluft zwischen höhergebildeten Bevölkerungsschichten, die problemlos mit den neuen Medien umgehen und den Medien-Analphabeten, die mit der technologischen Entwicklung nicht mehr standhalten können, wird immer größer. Vor allem Hauptschulabsolventen drohen auf der Strecke zu bleiben ... Wenn es nicht bald gelingt, wirklich alle allgemeinbildenden Schulen ´ans Netz` anzuschließen, um die Schüler für das Medienzeitalter kompetent zu machen, wird sich die Informationsgesellschaft in Deutschland in ´User` und ´Loser`, in Anwender und Verlierer spalten."[33] Die Nutzer des Internet entsprechen nicht der Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik; vielmehr ist es ein Medium der 20-bis 39-Jährigen (63%), der Männer (72%), der formal Hochgebildeten (Abitur/Studium 61%), der Berufstätigen (63%) und der einkommensstarken Bevölkerungssegmente.[34] Medientheologie als Teil einer Theologie der Kommunikation verliert die aus den Kommunikationsnetzen Ausgeschlossenen und Ausgegrenzten nicht aus dem Blick, - das gilt innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft; 4/5 der Menschheit sind vom Internet ausgeschlossen.[35]  
  Medienkompetenz hinsichtlich des Internet ist über diese generelle Überlegung hinaus besonders deshalb geboten, weil das Internet keine redaktionellen Schranken mehr kennt. Dem demokratischen, egalitären und partizipatorischen Charakter des Internet korrespondiert als Kehrseite eine gewisse Nivellierung: "Wo alle publizieren können, kommt nicht nur viel Wissen, sondern auch viel Nonsens zusammen. Wo keine Redakteure oder Agenten auf Qualitätsstandards achten, sammelt sich jede Menge Informationsmüll an. ... Das Fehlen von Bedeutungshierarchien im Internet muss durch hohe semantische Kompetenzen auf Seiten der User kompensiert werden."[36] Diese Kompetenz, die Seriosität von Informationen prüfen zu lehren, gehört zur grundbildenden Aufgabe von Schule. "Medienkompetenz im Blick auf das Internet zu vermitteln, bedeutet darum zunächst einmal, den Erwerb kulturhermeneutischer Grundkompetenzen zu fördern"[37] - das ist wichtiger als das Umgehen-Können mit einer Suchmaschine. Die Medienkompetenz der christlichen Religion wird sich daran erweisen, ob sie die traditionelle religiöse Sprache inmitten der Sinncodierungen der Gegenwartskultur wird plausibel machen können.  
  Medienkompetenz im Kontext des Internet kann sich nicht darin erschöpfen, das Medium als Objekt kennen zu lernen und etwa Multimedialität als neue pädagogische Qualität zu fordern. Medienkompetente Medienpädagogik muß neben dem Umgang mit den Medien immer auch auf einer Meta-Ebene nach den grundlegenden Mutationen durch die neuen Medien fragen. Denn Medien sind nicht einfach nur Werkzeuge; sie verändern Strukturen. Es geht demnach bei der Forderung nach Medienkompetenz um mindestens zwei Ziele: 1) den sog. Nutz- und Mehrwert der neuen Medien vor Augen zu führen, 2) die durch die neuen Medien geschaffene neue Wirklichkeit medienpädagogisch zu deuten. Das Internet ist nicht mehr einfach nur ein weiteres neues Medium; es ist "das Supermedium per se ... Internet kann alle erdenklichen Kommunikationsformen und Medien, die Menschen machen und nutzen, beinhalten ..."[38] "Das Internet trägt selbst religiöse und antireligiöse Züge: Es suggeriert die totale Verfügbarkeit über die eigene Person und die Welt."[39] Auch im Religionsunterricht gilt diese doppelte Zielsetzung an Medienkompetenz: nicht nur im RU das Internet als Recherche- und Informationsmedium nutzen (Mediendidaktik), sondern auch grundsätzlich darüber reflektieren, was im Netz eigentlich geschieht, wie es sich entwickelt und was es für die Zukunft von Mensch und Gesellschaft bedeutet (Medienerziehung), z.B. die Rückwirkungen von Virtualisierung auf den menschlichen Körper, das Mensch-Maschine-Verhältnis, die drohende Wissenskluft der Informationsgesellschaft und "die sich abzeichnende Veränderung des linearen Wissens zugunsten einer zunehmend verlinkten und intertextuellen Kultur."[40]  
  Und es geht auch um die ganz klassische elementare Kompetenz, Texte und Bilder im Internet zu entschlüsseln, zu decodieren, Form und Inhalt zu überprüfen und schließlich die angebotene Information in persönliche Sinnzusammenhänge einzufügen und so Wissen entstehen zu lassen. Es geht um eine "elaborierte Decodierkompetenz"[41] , die die Urheber verifiziert und die Seriosität und Plausibilität von Anbietern prüft: "Geradezu grotesk mutet es inzwischen an, dass Schulbücher und andere Unterrichtsmaterialien von kultusministeriellen Zensoren nach wie vor hochnotpeinlich geprüft und genehmigt werden, während die Kultusminister selbst die ungehinderte und ungeprüfte Informationsflut via Internet bis in jedes Klassenzimmer und auf jede Schulbank propagieren."[42]  
  Medienpädagogik verortet sich zwischen Bewahrung, Aufklärung und pädagogischer Vereinnahmung von (Massen)Medien.  
   
  3. Chancen und Gefahren des Internet - einige Aspekte  
  3.1 Chancen  
  Allgemein:  
 
  • Demokratisierung: freie, unzensierbare öffentliche Meinungsbildung; jeder kann publizieren; Diskussion ohne Hierarchiegefälle; Senkung von Kontaktschwellen
  • freiwillige Teilnahme konstituiert moderne Gesellschaften; Austritt kann nicht sanktioniert werden
  • neue Informations-, Kommunikations- und Organisationsmöglichkeiten
  • ungeheure Schnelligkeit, Überwindung von Raum- und Zeit-Barrieren
  • Senkung der Recherche-Kosten
  • Vereinsamung durch Neue Medien oder weniger Einsamkeit durch Neue Medien? Computer-Kommunikation tritt neben, nicht anstelle anderer Kommunikation
 
  Für die Kirchen:  
 
  • Online-Seelsorge
  • interaktiver Kommunikationsprozess: Empfänger kann jederzeit zum Sender werden (Verkündigung schafft Gemeinschaft, sie setzt sie nicht voraus); Priestertum aller Gläubigen; Predigt interaktiv
  • Austausch und Präsentation von Unterrichtsentwürfen
 
  3.2 Gefahren  
 
  • Zwang zu Unterhaltungskomponenten: Internetseiten müssen spannend sein
  • Risiko der Über- und Desinformation; information fatigue syndrome (Stresszustand durch versuchte Aufnahme zu vieler Informationen). Eine Milliarde Websites werden täglich um eine Million neue ergänzt.
  • Kanalreduktionstheorie [43]: im Gegensatz zur Face-to-Face-Kommunikation ist die Computer-Kommunikation ent-sinnlicht (riechen, hören, fühlen, schmecken), ent-räumlicht und ent-zeitlicht.
  • Neue Mensch-Maschine-Verbindungen (Cyborgs: cybernetic organisms) lassen nach dem Proprium (christlicher) Anthropologie fragen.
  • Industrie und Kommerz scheinen die Entwicklungen des Cyberspace fast allein zu bestimmen: ist das die Cyb-Erlösung?
 
  3.3 Gesamt-Einschätzung  
  "Ich bin der Meinung, dass das Internet durch seine Interaktivität eine Menge neue Möglichkeiten für Verkündigung, Seelsorge und Unterricht bietet. Ich bin nicht der Meinung, dass dadurch Kirche und Religionspädagogik ´gerettet` werden. Technologie-Schwärmer und digitale Rottengeister sind mir ebenso zuwider wie schwarzmalende Medienskeptiker und rückwärtsgewandte Naturkreide-und-Schiefertafel-Romantiker."[44] Zeitgenössische Medientheologie bewegt sich auf dem Grat zwischen Panikmache und Bagatellisierung.[45]  
     
 
 
     
  * Dr. Gerd Buschmann ist Akademischer Oberrat für Evang. Theologie/Religionspädagogik an der PH Ludwigsburg und einer der Herausgeber von THEOPHIL-online.  
     
 
 
     
 

[1] Referat auf der Jahrestagung für Studienleiter und Fachberater des Pädagogisch-theologischen Zentrums (PTZ) der Ev. Landeskirche Württembergs, Haus Birkach, 25.-27.02.2002.

[2] Vgl. dazu die Sammelrezension: Gerd Buschmann, Internet und PC für Theologen. Ein Buchbericht, in: Praktische Theologie 35/2000 (Heft 4), 297-300 / Wolfgang Nethöfel & Paul Tiedemann, Internet für Theologen. Eine praxisorientierte Einführung, Darmstadt 1999 / Andreas Mertin, Internet im Religionsunterricht, Göttingen 2000 (vgl. dazu die kritische Rezension von Sabine Bobert-Stützel in ThLZ 126/2001, 973f) / Sebastian Schuhbeck, Am Anfang war das Word. Religionsunterricht mit Internet und PC, Freiburg i.Br. 2001 (vgl. dazu die Rezension von Thomas Breuer in Theophil-online: http://www.theophil-online.de/filtriert/mffilt12.htm) / Markus Eisele (Hg.), Internet-Guide Religion, Gütersloh 2001 (vgl. dazu die Rezension von Thomas Breuer in Theophil-online: http://www.theophil-online.de/filtriert/mffilt7.htm). – Außerdem: Sabine Bobert-Stützel, Art. Internet, in: RGG4 4, 2001, 203f. / Walter Vogel, Art. Neue Medien, in: Norbert Mette & Folkert Rickers (Hg.), Lexikon der Religionspädagogik, Bd. 2, Neukirchen-Vluyn 2001, 1404-1406. / Andreas Schwenzer, Unbegrenzte Möglichkeiten? Das Internet als Chance und Herausforderung, in: Herder Korrespondenz 50/1996 (Heft 10), 519-524 / Walter Vogel, Religionspädagogik kommunikativ-vernetzt. Möglichkeiten religionspädagogischer Arbeit im Internet, Münster 2001.

[3] Für die Religionspädagogik insbesondere die Religionspädagogischen Institute der Landeskirchen, z.b.: http://www.loccum.de, http://www.comenius.de. - Zahlreiche links auch auf der homepage der ev. und kath. Religionspädagogiken an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg: http://www.ph-ludwigsburg.de/insphiltheo/hpg_evth/links.html. - Vgl. dazu auch: Frank Wessel & Ralf-Peter Reimann, Religionsunterricht und Internet, in: Katechetische Blätter 126/2001 (Heft 3), 184-188.

[4] Nethöfel & Tiedemann, Internet, XII.

[5] Andreas Schwenzer, Zwei Welten? Die Kirchen und das Internet, in: Herder Korrespondenz 50/1996 (Heft 12), 637-641.

[6] Vgl. Wolfgang Nethöfel & Matthias Schnell (Hg.), CyberChurch? Kirche im Internet, Frankfurt/M. 1998.

[7] Hermann Timm, Die Kanalisierung des Heiligen. Zur Ästhetik postmoderner Medienreligiosität, in: Pastoraltheologie 82/1993, 189-200: 189.

[8] Jörg Herrmann, Erlösung durch Kommunikationstechnologie? Die Herausforderungen des Internet für Theologie und Religionspädagogik, in: Thomas Klie (Hg.), Darstellung und Wahrnehmung. Religion im medialen Cross- over, = Grundlegungen 7, Münster 2000, 77-95.

[9] Clifford Stoll, Die Wüste Internet. Geisterfahrten auf der Datenautobahn, Frankfurt/M. 1996.

[10] Vilém Flusser, Ins Universum der technischen Bilder, Göttingen 1985.

[11] Vogel, Art. Neue Medien, 1405: „Die oft zitierte These von der vermeintlichen Isolation und Vereinsamung infolge der Neuen Medien ist empirisch nicht belegbar. Im Gegenteil: Nachdem Einsamkeit eine subjektive Empfindung und Wertung ist, kann nachgewiesen werden, dass sich die Menschen in unserer postmodernen Zeit viel weniger einsam fühlen als früher ... .“

[12] Herrmann, Erlösung, 82.

[13] Peter Sloterdijk, Sphären, Mikrosphärologie, Band I, Blasen, Frankfurt/M. 1998, 25.

[14] Herrmann, Erlösung, 83.

[15] Matthias Wallich, Gott im Cyberspace – Thesen zur Medientheologie, in: Religionsunterricht an höheren Schulen 44/2001 (Heft 2), 82-91:83.

[16] Klaus Koziol, Jeder mit jedem – überall und jederzeit. Information, Kommunikation und Interaktion im Netzzeitalter, in: Religionsunterricht an höheren Schulen 44/2001 (Heft 2), 73-81: 76.

[17] Koziol, Jeder, 78.

[18] Herrmann, Erlösung, 85.

[19] Herrmann, Erlösung, 88.

[20] Herrmann, Erlösung, 89.

[21] Vgl. dazu Uwe Böhm & Gerd Buschmann, The „Matrix“ und Röm 6. Christliche Taufvorstellung in popkulturellem Science-Fiction-Ambiente, in: Religionspädagogik an berufsbildenden Schulen 33/2001 (Heft 4), 111-120 / Ingo Reuter, Matrix – oder über den Sinn einer an sich bedeutungslosen Frage, in: Praktische Theologie 35/2000 (Heft 4), 263-274 / Petra Burkhart, „ ... in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus“. „Matrix“ – ein Sciencefictionfilm über Wirklichkeitsverständnis, Glauben und einen Erlöser als Grundlage für ein Unterrichtsprojekt in der gymnasialen Oberstufe, in: Religionsunterricht an höheren Schulen 43/2000 (Heft 4), 242-254 / Franz Günther Weyrich, virtual theology? Medienkritik und die Frage nach Gott im Medium Film, in: Informationen für ReligionslehrerInnen. Bistum Limburg 2000 (Heft 2), 21-25. - Außerdem die umfassenden online-Materialien: Uwe Böhm & Marc Lenz, Projekt Matrix. Online-Unterrichtsentwurf zur unterrichtlichen Behandlung des gleichnamigen Films, http://www.entwurf-online.de.

[22] Wallich, Gott im Cyberspace, 87.

[23] Heinz Moser, Neue mediale, „virtuelle“ Realitäten. Ein pädagogisches Manifest, in: Medien praktisch 21/1997 (Heft 3), 10-15: 11.

[24] Moser, Realitäten, 11.

[25] Herrmann, Erlösung, 90.

[26] Herrmann, Erlösung, 90.

[27] Eckart Gottwald, Didaktik der religiösen Kommunikation. Die Vermittlung von Religion in Lebenswelt und Unterricht, Neukirchen-Vluyn 2000. Vgl. dazu meine Rezension in: International Journal of Practical Theology 5/2001, 305-307.

[28] Herrmann, Erlösung, 91.

[29] Matthias Wallich, Gott im Cyberspace – Thesen zur Medientheologie, in: Religionsunterricht an höheren Schulen 44/2001 (Heft 2), 82-91.

[30] J. Karsten Henning, Cyberspace und Religionsunterricht – eine medien- und religionspädagogische Spurensuche, in: Informationen für ReligionslehrerInnen. Bistum Limburg 2000 (Heft 2), 3-7: 4.

[31] Bernward Hoffmann, Medien und religiöses Lernen. Ein medienpädagogischer Rundblick für ReligionspädagogInnen, in: Katechetische Blätter 116/1991, 460-475.

[32] Nethöfel & Tiedemann, Internet, XII.

[33] Horst W. Opaschowski, User & Loser. Die gespaltene Informationsgesellschaft, in: Medien praktisch 23/1999 (Heft 3: Wissenskluft/Medienkluft), 8-9: 8. – Vgl. auch Walter Klingler, Die Wissenskluft-Hypothese. Anmerkungen zum aktuellen Umgang und zur Nutzung von Informationsangeboten in den Massenmedien, in: Medien praktisch 23/1999 (Heft 3), 4-7 / Hans-Dieter Kübler, Wie zerklüftet ist Wissen? Aporien und Desiderate der Wissens(kluft)debatte, in: Medien praktisch 23/1999 (Heft 3), 10-17 / Peter Winterhoff-Spurk, Auf dem Weg in die mediale Klassengesellschaft? Psychologische Beiträge zur Wissenskluft-Forschung, in: Medien praktisch 23/1999 (Heft 3), 17-22. – Kritisch zu „Schulen ans Netz“: Andreas Mertin, Schule, Religion und Internet. Zum Einsatz der Neuen Medien im Religionsunterricht, in: forum religion 1999 (Heft 4), 3-8.

[34] Vgl. Klingler, Wissenskluft-Hypothese, 6 / Mertin, Internet, 119-121; 125-127.

[35] Vgl. Wallich, Gott im Cyberspace, 84.

[36] Herrmann, Erlösung, 93.

[37] Herrmann, Erlösung, 94.

[38] Hans-Dieter Kübler, Surfing, chatting, mailing ... Wieviel und was für eine Pädagogik braucht Internet? Teil 1, in: Medien praktisch 21/1997 (Heft 3), 4-9: 8.

[39] Stefan Heil / Guido Knörzer, Irrationale Kommunikation? Kriterien zum religionspädagogischen Umgang mit dem Internet, in: Informationen für ReligionslehrerInnen. Bistum Limburg 2000 (Heft 2), 7-11: 10.

[40] Andreas Mertin, Internet im Religionsunterricht? Überlegungen zur Didaktik eines Mediums, in: ru. Ökumenische Zeitschrift für den Religionsunterricht 31/2001 (Heft 2), 42-45: 44.

[41] Hans-Dieter Kübler, Surfing, chatting, mailing ... Wieviel und was für eine Pädagogik braucht Internet? Teil 2, in: Medien praktisch 21/1997 (Heft 4), 55-58: 57.

[42] Ebd.

[43] Vgl. Vogel, Religionspädagogik, 16f.

[44] Frank Uhlhorn, Ein neues Netz zum Menschenfischen. Ein Plädoyer für die Nutzung des Internets für die christliche Verkündigung, in: Thomas Klie (Hg.), Darstellung und Wahrnehmung. Religion im medialen Crossover, = Grundlegungen 7, Münster 2000, 96-111: 97.

[45] Wallich, Gott im Cyberspace, 87.

 
     
 
 
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