Nachrichten aus Theophils Welt  
 
zusammengestellt von Thomas Breuer (14.01.2002)
 
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  Menschenskind: Die Bibel in "geschlechtergerechter Sprache"  
a Die Bibel soll neu übersetzt werden. Ziel ist es, diskriminierende Formulierungen zu überwinden, Frauen und ihren Anteil an der Glaubensgeschichte nicht länger zu verschweigen und weibliche Gottesbilder (Mutter, Weisheit, Geisteskraft...) ins Bewusstsein zu heben. Nun wird wenig dagegen einzuwenden sein, in den Evangelien künftig "Jüngerinnen und Jünger Jesu" zu begegnen oder in den Paulusbriefen "Schwestern und Brüder" angeredet zu sehen. Aber nicht immer liegen die Dinge so einfach. Soll man die Bezeichnung Jesu als "Menschensohn" wirklich durch "Menschenkind" ersetzen? Und in Joh 3,16 statt vom "eingeborenen Sohn" nun von "dem einzigen eigenen Kind" reden, das Gott hat? Zweifel erscheinen angebracht. Aber die Arbeit hat ja auch gerade erst begonnen. Bis 2006 soll das von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Auftrag gegebene Werk vollendet sein. Projektleiterin ist die Frankfurter Pfarrerin Hanne Köhler .  
  Quelle: http://www.evangelische-kirchenzeitung.de/200144/berichte.htm  
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  Polizei vertrauenswürdiger als Kirchen  
a Die Deutschen setzen mehr Vertrauen in ihre Ordnungshüter als in ihre Seelsorger. Während zwei von drei Deutschen der Polizei vertrauen, kommen die Kirchen nur auf 43 Prozent. Noch schlechter ist das Ansehen der Kirchen nur in Frankreich und Belgien. Spitzenreiter in der kirchlichen Vertrauensliga ist Griechenland. Auf den Plätzen folgen Portugal, Dänemark und Finnland.  
  Quelle: http://www.domus-domini.de/news/news.ti.03b7a11424c40000/index.html  
     
  Religionsunterricht "keine vertane Zeit"  
a Offenbar schneidet der Religionsunterricht besser ab als die Kirchen. Laut einer von der EKD in Auftrag gegebenen Emnid-Umfrage meinen 56 Prozent der Befragten: "Um in der Schule die Bedeutung von christlicher Religion und Ethik richtig kennen zu lernen, braucht man den Religionsunterricht." 65 Prozent erklären sogar: "Im Religionsunterricht habe ich manches gelernt, was heute noch für mich wichtig ist." 61 Prozent der Befragten haben den RU gerne besucht. Nur 16 Prozent halten den Religionsunterricht für vertane Zeit.  
  Quelle: http://www.ref.ch/rna/meldungen/6412.html  
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  Abgehoben: Kardinal Lehmann wirbt für Lufthansa  
a Wie alle Luftfahrtgesellschaften zeigt z.Zt. auch die deutsche Kranich AG gewisse Lähmungserscheinungen. Eine Werbekampagne soll für Besserung sorgen. Neben Politikern und Managern stellte sich auch der Mainzer Bischof Lehmann mit ethisch wertvollen Worten ("Ohne das Gespräch mit dem Fremden haben Frieden und Freiheit keine Zukunft.") in den Dienst der luftigen Sache. Ob auch andere Bischöfe in der Werbebranche reüssieren werden, bleibt abzuwarten.  
  Quelle: Anzeige in der Frankfurter Rundschau, 20.11.2001  
     
  Gebt dem Papst, was des Papstes ist  
  Ab dem 1. Januar 2002 gibt es den Papst in der Geldbörse. Das Bildnis von Johannes Paul II. ziert die "nationalen Seiten" der vatikanischen Euro-Münzen - natürlich als Staatsoberhaupt.  
  Quelle: http://www.rp-online.de/special/euro/2001-1016/papst.html  
     
  Evangelist Lukas zeigt die Zähne  
  Die im norditalienischen Padua verehrten Reliquien des Evangelisten Lukas könnten echt sein. Das hätten DNA-Tests gezeigt, hieß es in der US-Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS). Die Untersuchung der Zähne des in einer Kirche in Padua bestatteten Skeletts habe ergeben, dass der Tote zwischen den Jahren 72 und 416 unserer Zeitrechnung gestorben sei. - Um letzte Sicherheit zu gewinnen, soll nun die Zahnarztpraxis des Evangelisten aufgespürt werden.  
  Quellen:  
   
     
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